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Unterschied THC und CBD – Cannabinoide im Vergleich

Hanf (Cannabis sativa) enthält mehr als 60 verschiedene Inhaltsstoffe, doch die bekanntesten Wirkstoffe sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). In folgendem Artikel erfährst du, wie du den Unterschied zwischen CBD und THC erkennen kannst und wie beide Stoffe wirken.

1. Was genau ist THC und wie wirkt es?

In der Hanfpflanze selbst existiert THC eigentlich nur in seiner inaktiven Form, dem THCA. Erst durch das Erhitzen, zum Beispiel durch Rauchen von Marihuana oder dem Backen von Cannabis-Muffins oder Keksen wird der Stoff in das bekannte THC umgewandelt, welches das Gehirn in einen Rauschzustand versetzt. Beim Rauchen tritt der Effekt schon nach wenigen Minuten ein, bei der oralen Einnahme dauert es mindestens eine Stunde. Das THC bindet sich dabei im Gehirn an einen Cannabinoid-Rezeptor (CB1), an den normalerweise nur körpereigene Stoffe andocken, und kann zu einem euphorischen, entspanntem Gefühl und auch zu Heißhungerattacken führen.

2. Gefahren des THC-Konsums

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Ein hoher THC-Anteil, vor allem bei gleichzeitig niedrigem CBD (das eine abmildernde Funktion in Bezug auf den Rausch besitzt) kann langfristig das Risiko einer Psychose erhöhen. Besonders gefährlich ist THC für Kinder und Jugendliche. Denn Marihuana kann das Gehirn in seiner Entwicklungsphase schädigen.

 

3. CBD und seine Wirkung

CBD bindet sich ebenfalls an die Cannabinoid-Rezeptoren (an CB1 und CB2), im Gegensatz zum THC löst es aber keine rauschhaften Zustände aus. Stattdessen wirkt es schmerzlindernd, beruhigend, angstlösend, entzündungshemmend und kann daher wirksam bei vielen verschiedenen Krankheiten und Beschwerden eingesetzt werden, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Schmerzen, Entzündungen, Epilepsie, Krebs und als Unterstützung in vielen anderen Bereichen.

CBD ist dabei völlig unbedenklich und hat keinerlei gravierende Nebenwirkungen. Auch eine Überdosis ist praktisch unmöglich.

4. Rechtliche Situation bei THC und CBD

Ein weiterer entscheidender Unterschied zwischen THC und CBD ist, dass der Konsum von THC illegal ist, jedoch CBD-Produkte völlig legal erhältlich, wenn sie einen THC-Gehalt von maximal 0,2% aufweisen. Es gibt jedoch Fachärzte, die auch Medikamente mit einem erhöhten THC-Gehalt verschreiben, und immer mehr Länder genehmigen die kontrollierte Verabreichung von THC zu bestimmten therapeutischen Zwecken.

5. Unterschied CBD und THC bei Pflanze und Blüten

Wenn es um Begriffe wie Cannabis, Marihuana oder Hanf geht, herrscht oft Verwirrung. Welches davon enthält THC, welches CBD und wie erkennt man den Unterschied?

Die übergeordnete Pflanzengattung heißt auf jeden Fall Cannabis. Diese wiederum besteht aus zwei unterschiedlichen Spezies: Cannabis Sativa und Cannabis Indica. In Europa wird ausschließlich Sativa angebaut, dazu zählen auch die vielen Nutzhanfsorten. Diese werden unter anderem für die CBD-Öl-Herstellung angebaut und enthalten nur verschwindend geringe Mengen von THC. Das CBD wird hauptsächlich aus den weiblichen Blüten der Hanfpflanze gewonnen.

Die in den meisten Ländern illegale Marihuana-Pflanze, die auf einen hohen THC-Gehalt hin gezüchtet wurde, kann sowohl der Spezie Cannabis Sativa als auch Cannabis Indica angehören. Marihuana sieht dem Nutzhanf zum Verwechseln ähnlich. Das Aussehen der Blüten wie auch der Geruch sind schwer zu unterscheiden. Die weiblichen Blüten von Marihuana produzieren allerdings einen viel dickeren und klebrigeren Harz als die CBD-Blüten der Nutzhanfpflanze. Außerdem ist Hanf immer eine hohe Pflanze mit langem Stiel, während Marihuana auch klein und buschig sein kann.

Autorin: Stephanie Killersreiter
hat Pharmazie an der LMU München studiert und ist approbierte Apothekerin mit Leib und Seele. Sie hat großes Interesse an alternativen Heilungsmethoden und hat sich intensiv mit der Wirkung und dem Potenzial der Hanfpflanze auseinandergesetzt.Sie teilt Ihr Wissen über CBD gerne in Kundengesprächen und Magazinen.