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Wie wird CBD-Öl hergestellt? Vom Hanfanbau bis zum fertigen Produkt

 

Vielleicht hast du dich schon mal gefragt, wie CBD-Öl eigentlich hergestellt wird. Wie sieht der Herstellungsweg von der Hanfpflanze bis zum fertigen Fläschchen CBD-Extrakt aus? In diesem Artikel wollen wir dir alle wichtigen Fragen rund um die Produktion von CBD-Öl beantworten.

 

1. Anbau und Ernte

Beim Anbau von Hanf ist es wichtig, saubere Böden zu haben. Denn die Pflanze hat tiefe Wurzeln und eine große Absorptionsfähigkeit. Falls der Boden also verunreinigt ist, werden neben Nährstoffen auch Giftstoffe aufgenommen.

Ansonsten ist Hanf eine sehr anspruchslose Pflanze. Sie benötigt weder Pestizide noch Fungizide, da sie mit Unkraut und Schädlingen von ganz alleine fertig wird. Das üppige Blätterdach unterdrückt das Wachstum von Unkräutern und durch die Vielfalt an Insekten kann keine Art zur Bedrohung werden.

Geringer CBD-Gehalt in europäischen Sorten


Immer mehr europäische Landwirte spezialisieren sich auf den Anbau von Nutzhanf. Dafür gibt es aber gesetzliche Regelungen zu beachten. Zugelassen sind ausschließlich EU-zertifizierte Nutzhanfsorten (rund 65 verschiedene Sorten) mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,2 Prozent.

In puncto CBD sieht‘s hier leider auch etwas mager aus. Europäische Sorten besitzen einen maximalen Gehalt von 8% CBD in den Blüten und etwa 1% in den Blättern. Dabei gäbe es Sorten, die ein Vielfaches davon aufweisen würden. Nur leider sind diese in Europa nicht erlaubt. Dies macht die CBD-Herstellung aufwendiger und kostspieliger. Um eine Vorstellung zu bekommen – für eines unserer 15%igen CBD-Fläschchen benötigen wir etwa 1200 Gramm rohe Hanfblätter.


Biologischer Hanfanbau


Der Hanf für unser CBD-Öl stammt aus landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Europa. Alle Hanfpflanzen werden dort nach rein biologischen Prinzipien angebaut. Zum einen kommen weder Pestizide noch Fungizide zum Einsatz, zum anderen wird auch sehr auf die Bodenqualität geachtet. So können wir unseren Kunden die höchsten Qualitätsstandards garantieren.


Ernte im Frühherbst


Das Frühherbstwetter ist für die Hanfernte am besten geeignet. Denn dann ist die Luftfeuchtigkeit geringer als im Sommer, gleichzeitig kann es tagsüber aber immer noch sehr warm werden. Für die anschließende Trocknung sind das die idealen Bedingungen.

Die Ernte erfolgt durch Spezialmaschinen wie z.B. Feldhäcksler, die Hanfsorten von unterschiedlicher Größe bewältigen können.

2. Trocknung

Nach der Ernte ist es wichtig, den Hanf schnellstmöglich trocken zu bekommen. Denn die feuchte, holzige Biomasse beginnt sonst zu schimmeln. Für die Trocknung sind folgende Bedingungen ideal:

• Geringe Luftfeuchtigkeit (ca. 50%)

• Dunkelheit

• Gute Belüftung

• Temperaturen um die 20 Grad

Die Trocknung der Hanfblüten und Blätter sollte idealerweise 5 bis 7 Tage dauern. Man könnte die Zeit durch höhere Temperaturen zwar wesentlich verkürzen, dies ist jedoch kontraproduktiv. Denn durch Hitze würden gewissen Inhaltsstoffe im Hanf zerstört werden. Eine schonende Trocknung ist also sehr wichtig, um wirklich das volle Pflanzenspektrum zu erhalten.


3. Überkritische CO2-Extraktion


Damit aus dem rohen Pflanzenmaterial ein CBD-Öl werden kann, muss das CBD extrahiert werden. Dafür gibt es ganz unterschiedliche Methoden. Man kann die Hanfpflanzen zum Beispiel in Olivenöl oder Alkohol kochen oder sogar mit Trockeneis einfrieren, um das CBD zu isolieren. Doch diese Techniken sind alle nicht sehr effektiv und auch nicht immer gesund.

Die einzig wirklich professionelle Methode ist die überkritische bzw. superkritische CO2-Extraktion, durch die auch unsere Öle hergestellt werden. Sie ist am effizientesten und ermöglicht eine schonende Extraktion beliebiger Inhaltsstoffe der Pflanze.

Das Prinzip der Decarboxylierung

In seiner natürlichen Form kommt CBD in der Hanfpflanze nur als CBDA vor, also als Cannabidiolsäure. Das ist sozusagen die Vorstufe von CBD. Diese wäre für den Körper noch wirkungslos. Erst durch die Erhitzung des Pflanzenmaterials bei der CO2-Extraktion wird CBDA in aktives CBD umgewandelt. Diesen Prozess nennt man Decarboxylierung. Dasselbe gilt auch für THC. Durch das Essen roher Hanfpflanzen ist es also unmöglich, high zu werden. Erst durch Erhitzen oder Rauchen wird der Stoff aktiviert.

Wie funktioniert die überkritische CO2-Extraktion?

Bei diesem Prozess wird CO2, also Kohlenstoffdioxid eingesetzt, um die Inhaltsstoffe aus der Pflanze zu extrahieren. Bevor dies möglich ist, muss das CO2 jedoch in einen überkritischen Zustand gebracht werden. Dies geschieht, indem der flüssige Stoff einer starken Kompression (mind. 74 bar) unterzogen wird. Gleichzeitig erhitzt man das Kohlenstoffdioxid auf über 31,1°C bis ein magischer Effekt entsteht – ein Aggregatzustand, der sowohl die Eigenschaften eines Gases als auch die einer Flüssigkeit aufweist. Was die Konsistenz betrifft, ähnelt es zwar einem Gas, dennoch besitzt es eine hohe Dichte wie eine Flüssigkeit.

Dieses besondere, überkritische CO2 eignet sich nun deshalb so gut für die CBD-Extraktion, weil es sich durch eine hohe Fließfähigkeit auszeichnet. Dadurch kann es in die kleinsten Poren eindringen und die gewünschten Stoffe aus der Pflanze herauslösen.

Die CO2-Methode ist die modernste und effizienteste Extraktion, allerdings auch die aufwendigste und teuerste. Doch die Ergebnisse sprechen für sich und man erhält ein absolut reines Endprodukt. Das Verfahren ermöglicht eine Isolation sowohl von einzelnen Cannabinoiden als auch von Bestandteilen wie Chlorophyll, Carotinoiden, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und anderen Stoffen.

Bessere Wirkung durch Entourage-Effekt

Mit der superkritischen CO2-Extraktion lassen sich somit entweder reine CBD-Isolate oder Vollspektrumöle herstellen, die neben CBD auch die vielen anderen Pflanzenstoffe enthalten. Es hat sich gezeigt, dass letztere interessanterweise eine bessere Wirkung haben als Isolate. Denn in einem Vollspektrumöl sind neben CBD auch über 80 verschiedene andere Cannabinoide sowie Terpene enthalten. Diese Stoffe unterstützen sich quasi gegenseitig, sodass eine Wirkungsverstärkung erreicht wird. Dieses Phänomen wird als Terpen-Entourage-Effekt bezeichnet.

Die 5 Schritte zum fertigen CBD-Öl

4. Analyse in akkreditierten Laboren

Auch wenn unsere CBD-Öle aus biologischem Hanfanbau stammen, werden sie nach der Extraktion in unabhängigen Laboren analysiert. So können wir absolute Reinheit unserer Produkte garantieren.

Im Labor wird das Öl mit Hilfe des Chromatographie-Verfahrens in seine Einzelbestandteile aufgetrennt. So lässt sich feststellen, ob unerwünschte Stoffe wie zum Beispiel Gluten, Dünger, Pestizide, Schwermetalle und andere Kontaminierungen enthalten sind. Auch wird nochmals überprüft, ob die gesetzlichen THC-Werte eingehalten werden.

Mehr Infos zu Qualität sowie die Labor-Testergebnisse unserer Öle findest du hier.

5. Endprodukt CBD-Öl

Erst wenn all diese Schritte abgeschlossen sind, kann das fertige CBD-Öl schließlich abgefüllt und verkauft werden. In unserem Shop findest du CBD-Öle mit unterschiedlichen Konzentrationen – 5%, 10% und 15%. Mit einem Tropfen des 5%igen Öls nimmst du ca. 1,75mg CBD auf. Ein 10%iges enthält 3,5mg und ein 15%iges 5,25mg CBD pro Tropfen.

Warum sind CBD-Öle so teuer?

CBD-Produkte sind leider nicht immer ganz günstig. Aber wie du jetzt vielleicht verstehst, sind dafür viele Arbeitsschritte notwendig. Vor allem, wenn man biologische und reine Premium-Produkte anbieten möchte. Die andere Möglichkeit wäre, billige Isolate aus China zu kaufen. Solche CBD-Öle sind aber minderwertig und haben weit nicht dieselbe Wirkung wie Premium-Vollspektrumöle.

Die sorgfältige Auswahl der Hanfbetriebe, die schonende CO2-Extraktion, die Labortests und auch die Tatsache, dass innerhalb der EU nur bestimmte Hanfsorten mit relativ niedrigem CBD-Gehalt zugelassen sind, hat Auswirkungen auf den Endpreis des Öls.

Um die höchsten Qualitätsstandards anbieten zu können, braucht es also viel Zeit und Mehraufwand. Dafür hast du am Ende ein wirklich hochwertiges Öl in den Händen, das in puncto Reinheit und Wirkungsgrad auf dem höchsten Level ist.