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Was ist CBD? Geschichte, Wirkungsweise und Anwendung

Cannabidiol (kurz CBD) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid-Molekül, welches aus dem weiblichen Hanf gewonnen wird. Bei CBD handelt es sich um eines von über inzwischen über 80 bekannten Cannabinoiden, welche in Hanf vorkommen. Gewonnen werden kann es durch verschiedene Extrahierungsverfahren.

Das Molekül ist nicht psychoaktiv und daher absolut ungefährlich. Ganz im Gegenteil sogar: Es ist mittlerweile bewiesenermaßen gesundheitsfördernd und im Moment auf einem triumphierenden Pfad in Richtung europäischer Medizin-Schränkchen. Von diesem Cannabinoid wird man nämlich nicht berauscht und schon gar nicht süchtig. Daher ist es als Arzneimittel auch hierzulande zugelassen worden.

Wird CBD richtig angewandt, hat es eine Vielzahl von positiven und gesundheitsfördernden Wirkungen auf unseren Körper. Zu verdanken haben wir diesen Fortschritt unter anderem den Amerikanern. Da Hanf in vielen US-Staaten mittlerweile legalisiert wurde, beschäftigen sich seither eine Menge Wissenschaftler mit den einzelnen Komponenten der Pflanze auf molekularer Ebene. Dank der Globalisierung und internationaler Social-Media-Vernetzung sind die positiven Eigenschaften von CBD mittlerweile weltweit bekannt.

1. Die Geschichte von CBD

Bereits seit Jahrhunderten behaupten Cannabis-Nutzer, dass Hanf eine positive Wirkung auf den Körper hat. In Asien zum Beispiel, spielte Hanf als Heilpflanze schon damals eine sehr gewichtige Rolle.

Doch die erstmalige Extrahierung von CBD aus der Cannabispflanze wurde 1940 durchgeführt. Eine Gruppe von Chemikern der Universität Illinois / USA veröffentlichte darüber auch einen Fachartikel. Damals wurde CBD fälschlicherweise sogar als giftig eingestuft! Eine positive Wirkung von CBD auf den menschlichen Körper wurde also automatisch ausgeschlossen. Kaum ein weiterer (offizieller) Forscher setzte sich in den nächsten 20 Jahren mit dem Stoff ernsthaft auseinander. Daher blieb die Zusammensetzung von CBD und auch seine Wirkungsweise auf den menschlichen Körper leider recht lange unerforscht. Der Chemiker Raphael Mechoulam der Hebräischen Universität von Jerusalem beschäftigte sich 1963 erneut mit Cannabidiol und erforschte seine Zusammensetzung im Detail.

Es vergingen danach wiederum zehn Jahre, bis die positive Wirkweise von CBD wiederentdeckt wurde. Daran beteiligt war ein brasilianisches Forscherteam. Dieses führte zunächst Experimente an Tieren durch, die an Epilepsie litten. Später wurden auch Studien mit menschlichen Probanden durchgeführt. Im Laufe der 1970er Jahre erkannten weitere Forscher den Nutzen von CBD bei Angstzuständen, Schlafstörungen und Übelkeit.

Schlechtes Image durch THC

Trotz dieser Vielzahl an positiven Effekten auf die menschliche Gesundheit, geriet Cannabidiol schnell und recht lange wieder in Vergessenheit. Ein Grund dafür war wiedermal die Verteufelung von Cannabis, denn CBD ist immerhin ein Bestandteil des in den meisten Ländern illegalen Hanfs und wurde daher zusammen mit dem berauschenden Molekül THC in einen Topf geworfen. Dieses illegale Cannabinoid der Pflanze war für Forscher sehr viel interessanter. THC löste immerhin Suchtabhängigkeit und Rauschzustände aus. Und dies galt es im Auftrag der Regierung zu erforschen, da es immer mehr Cannabis-Abhängige gab.

Durchbruch in den 1980er Jahren

Es waren vor allem Chemiker wie Raphael Mechoulam, die im Bereich CBD die Forschung nie aufgegeben haben. Anfang der 1980er Jahre entdeckten sie bereits das antipsychotische Potenzial von CBD. In die Welt der offen zugänglichen Medizinprodukte schaffte es Cannabidiol damals aber noch nicht. Erst gegen Ende der 1980er Jahre entdeckten Wissenschaftler das Endocannabinoidsystem im menschlichen Körper und somit unsere natürliche Verbindung zu diesem besonderen Molekül. Die Entdeckung machte letztendlich den Unterschied aus und öffnete die Türen aller Forscher, die sich mit CBD befassten.

Als zur Jahrtausendwende der Konsum von Cannabis in den USA legalisiert wurde, eröffnete dies auch die Möglichkeiten für Forscher CBD als Schmerzmittel einzusetzen. Inzwischen ist Cannabidiol auch auf dem deutschen Markt etabliert. Dank der vielen gesetzlichen Lockerungen ist es Pharmakonzernen nun gestattet dieses Cannabinoid nicht nur legal, sondern auch vielfältig als Ersatztherapie für Schmerzpatienten einzusetzen.

2. Wie wirkt CBD?

Da CBD ein Bestandteil der Hanfpflanze ist, wird es von vielen Menschen noch immer mit dem Cannabinoid THC verwechselt. Dies ist auch der Grund, warum einst die Forschungen über die Wirkweise und medizinische Verwendbarkeit von CBD in den 1970er Jahren ins Stocken gerieten. Die größte Sorge der Verbraucher war zunächst, dass CBD wie THC in die Abhängigkeit führen könnte. Dabei wurde in den 1970er Jahren bereits bewiesen, dass Cannabidiol eben nicht abhängig macht und viele positive Wirkungen auf den Körper hat.

Das Endocannabinoid-System

Damit die Wirkungsweise von CBD auf den Körper (bzw. im Körper) besser verstanden werden kann, ist es hilfreich, sich am menschlichen Endocannabinoid-System zu orientieren. Es ist ein fester Bestandteil des menschlichen Nervensystems und unter anderem für die Schmerzwahrnehmung und das Immunsystem verantwortlich.

Der menschliche Körper ist in der Lage, bestimmte Cannabinoide eigenständig zu produzieren, diese nennt man Endocannabinoide.

Es sind vor allem zwei Rezeptoren, die mit Cannabinoiden interagieren: Die CB1-Rezeptoren und die CB2-Rezeptoren. Die CB1-Rezeptoren in unserem Gehirn sind damit beschäftigt, Bewegungen, Emotionen, Stimmungen, Appetit, Erinnerungsvermögen, Koordination als auch Schmerzen zu steuern. Die CB2-Rezeptoren sind hingegen für das Immunsystem verantwortlich. Diese wirken hauptsächlich im Zusammenspiel mit Entzündungen.

CBD als pflanzliches Cannabinoid (Phytocannabinoid) wirkt nun ähnlich wie die körpereigenen Endocannbinoide. Es gibt mittlerweile zahlreiche Forschungsergebnisse, die gezeigt haben, dass CBD und das menschliche Endocannabinoid-System in vielerlei Hinsicht positiv miteinander reagieren.

Gegen was wirkt CBD?

Charakteristisch für Cannabinoide ist, dass sie an bestimmten Cannabinoid-Rezeptoren im Körper andocken können und dort ihre jeweilige Wirkung erzeugen. Dies trifft vor allem auf CBD zu. Wie Cannabidiol genauer auf unsere Rezeptoren einwirkt, ist bis heute noch nicht genauer erforscht worden. Ebenso wenig ist belegt, ob Cannabidiol die körpereigene Cannabinoid-Produktion auf irgendeine Weise beeinflusst.

CBD wirkt unter anderem:

  • entzündungshemmend
  • krampflindernd
  • beruhigend
  • stressreduzierend
  • Appetit hemmend
  • anti-tumorös
  • anti-oxidativ
  • schmerzlindernd
  • anti-psychotisch
  • anti-anxiolytisch (angstauflösend)
  • neuroprotektiv (zellschützend)
  • krebshemmend
  • blutdrucksenkend
  • anti-epileptisch

CBD ist auch ein potenter Radikalfänger. Dies begründet die zellschützende Eigenschaft, sodass „ungebetene Gäste“ in unserem Immunsystem schneller ausgeschaltet werden können.

3. Wo kann man CBD anwenden?

Dank dem breiten Wirkspektrum von CBD gibt es für die daraus hergestellten Produkte unzählige Anwendungsmöglichkeiten. Es ist zwar kein Wundermittel, hat aber viele positive Effekte auf die Gesundheit, und das auf mehreren Ebenen. Gleichzeitig hat es aber im Gegensatz zu den meisten Medikamenten keinerlei Nebenwirkungen. Deshalb ist ein Einsatz bei einer so großen Anzahl an Erkrankungen sinnvoll.

CBD lässt sich z.B. einsetzen bei:

  • Depressionen
  • Ängste
  • Schlafstörungen
  • Diabetes
  • Krebs
  • Parkinson
  • Jegliche Art von Schmerzen
  • Jegliche Art entzündlicher Krankheiten
  • Epilepsie
  • Bluthochdruck
  • ADHS
  • Autismus
  • Menstruationsbeschwerden
  • Magersucht
  • Stress und Burnout
  • Rheuma
  • Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis etc.
  • Magen- und Darmprobleme
  • Migräne
  • Psychosen
  • Allergien
  • Asthma
  • Hilft beim Abnehmen
  • u.v.m.

4. CBD Wirkung bei Schmerzen

Diese positiven Wirkungen von CBD rühren daher, dass dieser Stoff in der Lage ist, den Vanilloid-Rezeptor Typ 1 zu stimulieren. Diese stimulierende Eigenschaft trägt zur schmerzlindernden Wirkung von Cannabidiol bei.

Ein weiterer Grund, warum CBD den Schmerz reduziert ist, dass der Abbau des Endocannabinoids Anandamid gehemmt wird. Dieses hat Einfluss auf Schmerzregulierung, Appetit und Stimmung. Es wird auch das Molekül der Glückseligkeit genannt.

Für Schmerzpatienten bedeutet die inzwischen freie Zugänglichkeit zu CBD, dass sich für die persönliche Schmerztherapie viele neue Möglichkeiten bieten. Der Wirkstoff aus der Hanfpflanze lindert Schmerzen, ohne abhängig zu machen oder schädliche Nebenwirkungen hervorzurufen.

Es gibt viele Menschen, die mit den schweren Nebenwirkungen von verordneten Schmerzmitteln einfach nicht klar kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei der Einnahme von gleich mehreren synthetischen Schmerzmitteln zu Nebenwirkungen kommen kann, ist meist sehr hoch. Natürliche Arzneimittel sind chemischen Helfern bekannterweise in jedem Falle vorzuziehen.

Dank der Möglichkeit, CBD Produkte auch als Ergänzung zu synthetischen Schmerzmitteln einzunehmen, sinkt die Wahrscheinlichkeit für auftretende Nebenwirkungen. Die Einnahme von CBD kann nämlich bewirken, dass von dem zusätzlichen synthetischen Präparat eine geringere Dosis angewandt werden muss. Und dies führt letztendlich automatisch auch zu einer Verringerung der Stärke bzw. der Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen synthetischer Schmerzmittel.

5. Ist CBD erlaubt? Wie sieht die rechtliche Situation aus?

CBD ist im Gegensatz zu THC völlig legal. Damit CBD-Produkte in Deutschland verkauft werden können, darf der THC-Gehalt 0,2% nicht überschreiten. Zusätzlich dürfen vom Hersteller keine Heilversprechen oder Angaben zur Dosierung gemacht werden.

Cannabidiol wird als Kosmetikprodukt oder Nahrungsergänzungsmittel angeboten und ist daher grundsätzlich ohne Rezept erhältlich. Erst wenn CBD vom Arzt verordnet wird, fällt es unter die Verschreibungspflicht.

6. Wie sollte man CBD anwenden und dosieren?

Dosierung

Hinsichtlich der Einnahme und Anwendung von CBD Produkten gibt es wie zum Beispiel auch beim Vitamin C keine pauschale Empfehlung oder genaue Dosierungsvorgabe. Dies liegt unter anderem daran, dass es noch keine ausreichenden Studien darüber gibt, welche Mengen an CBD wann und wie (im Detail) wirken. Da es keine Nebenwirkungen gibt, ist die Gefahr einer Überdosis aber gleich Null. Es hat auch etwas damit zu tun, dass dieses Cannabinoid von Mensch zu Mensch unterschiedlich wirkt. Abhängig ist die Dosierung von CBD auch von der Konzentration des jeweiligen CBD Produktes. Man sollte sich also am besten an der Packungsbeilage orientieren. Große und schwere Menschen sollten ein wenig mehr einnehmen und kleinere und leichtere Personen etwas weniger.

Zur Orientierung: eine durchschnittliche Standard-Dosis CBD liegt etwa im Bereich von 20 bis 100mg pro Tag.

Für schwere Erkrankungen kann die Dosierung aber um ein Vielfaches erhöht werden. Beispielsweise setzen Ärzte, die psychische Störungen mit Cannabidiol behandeln, in der Regel eine Menge von ca. 100 mg bis 1000 mg an. Hier kommt es auf die Art der psychischen Störung sowie aufs Ausmaß an und ob es sich beim Patienten um einen Mann, eine Frau oder um ein Tier handelt. Da CBD noch nicht lange in verschiedenen Anwendungsbereichen verwendet wird, gilt hier die Faustregel, dass die Höhe der Dosis einfach ausprobiert werden muss. Das heißt, der Patient tastet sich (optional mit der Unterstützung eines Arztes) langsam an die richtige CBD Dosis heran, die ihm bei seinen Beschwerden hilft. Vor allem bei Migräne sowie Menstruationsbeschwerden und auch bei Schlafstörungen, kann sich das Herantasten an die richtige Dosis CBD lohnen. Es handelt sich bisher um eine komplementäre Erfahrungsmedizin.

Wie viel CBD enthält ein Tropfen CBD-Öl?

Wie viel CBD in einem Tropfen enthalten ist, hängt davon ab, wie hoch die Konzentration des Öls ist. Bei einem 5%igen Öl besteht ein Tropfen aus ca 1,75mg CBD. Ein 10%iges Öl enthält etwa 3,5mg, ein 15%iges 5,25mg CBD pro Tropfen.

Dosierungsbeispiele für verschiedene Anwendungen

Wer durch die Einnahme von CBD einen antioxidativen Zellschutz bewirken möchte, greift am besten zu einem hochkonzentrierten CBD Extrakt (z. B. 10%), welcher durch eine CO2-Extrahierung hergestellt wurde. Hierbei reicht eine Dosierung von 1 x 5 Tropfen täglich aus.

Eine höhere Dosis kann bei Burn-Out, Stress, Unruhe- und bei Angstzuständen sowie bei Übelkeit und dem Wunsch nach einer Appetitreduktion im Rahmen einer Diät bzw. des Gewichtsmanagements angewandt werden. Und zwar können es hier 5 bis 10 Tropfen sein, wobei diese Dosis bis zu 3 x täglich eingenommen werden sollte. Dies gilt auch bei der Raucherentwöhnung. Sowohl bei der Eigendosierung, wie auch bei der vorgegebenen Dosierung durch den Arzt, wird mit diesem 5%-igen CBD Produkt begonnen. Dieses wird einmal täglich eingenommen. Wenn diese Dosierung keine oder eine nur geringe Wirkung auf die Symptome der zu behandelnden Erkrankung zeigt, kann die CBD Dosierung langsam gesteigert werden.

Bei rheumatischer Arthritis, Morbus Chron, Multiple Sklerose, Parkinson und auch bei Angststörungen sowie Epilepsie und weiteren Erkrankungen, werden sehr hohe CBD Konzentrate mit bis zu 25% empfohlen. Der Arzt nimmt hier je nach Zustand eine Dosisanpassung von bis zu 5 bis 10 Tropfen 3 x täglich vor.

Was ist besser, CBD Öl oder Kapseln?

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Einnahmeformen liegt vor allem in der Wirkungsdauer. Der Vorteil von CBD-Öl ist, dass es schneller wirkt als Kapseln. Denn wenn man das Öl unter die Zunge tropft und einige Zeit im Mund behält, kann es über die Schleimhäute einziehen und schon nach wenigen Minuten seine Wirkung entfalten.

Kapseln müssen hingegen erst verdaut werden. Dadurch kann es bis zu einer Stunde dauern, bis eine Wirkung spürbar ist. Allerdings ist dann auch die Wirkungsdauer länger als beim Öl. CBD-Kapseln haben eine Wirkzeit von etwa 8 Stunden, Öle wirken nur ca. 4 bis 6 Stunden lang.

Ein weiterer Vorteil der Kapseln ist, dass es leichter fällt, exakt zu dosieren. Sie lassen sich schnell und unkompliziert einzunehmen und sind somit perfekt für unterwegs!

Was ist der Unterschied zwischen CBD-Öl und Hanföl?

Unter Hanföl versteht man in der Regel das Hanfsamenöl, das aus den Samen von Nutzhanfpflanzen hergestellt wird. Das Öl enthält weder CBD noch THC, dafür aber ein breites Spektrum wertvoller Inhaltsstoffe – Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe und alle essentiellen Aminosäuren. Damit ist es eine hochwertige vegane Eiweißquelle.

CBD-Öl wird hingegen aus den Blättern der Cannabispflanze gewonnen und enthält CBD und meistens auch eine geringe Menge an THC (gesetzlich erlaubt sind maximal 0,2%).

CBD rauchen

Mittlerweile gibt es sogar spezielle CBD-Hanfsorten, welche nahezu keinerlei THC aufweisen. Dieses Marihuana ist also nicht illegal und das Cannabidiol wird mit dem Rauch aufgenommen und in den Lungen absorbiert. Diese Form der Anwendung ist jedoch nicht zu empfehlen, da die aufgenommene CBD-Dosis nur sehr wage bestimmt werden kann und durch das Rauchen auch eine Menge Teer aufgenommen wird. Öle oder Kapseln sind daher die bessere Wahl, um CBD zu konsumieren.

7. Was ist in CBD Produkten enthalten?

Cannabidiol wird aus den Blüten und Blättern weiblicher Hanfpflanzen gewonnen. Zum Einsatz kommen dafür nur hochwertige und spezielle Sorten. Kommen die Hanfpflanzen aus rein biologischem Anbau, wurden keinerlei chemische Zusätze bzw. Pestizide während der Aufzucht verwendet. Die CBD Produkte tragen in diesem Fall auf der Verpackung den Hinweis „Gentechnikfrei“ oder auch das Bio-Siegel. CBD-Konzentrate enthalten unter anderem Vitamine, Terpentine und Hanfmoleküle.

Da CBD Produkte unterschiedlich hergestellt werden, enthalten sie auch unterschiedliche Inhaltsstoffe. CBD Öl besteht beispielsweise aus einem Trägeröl. Das kann Hanföl, Kokosöl oder ein anderes Öl sein. Verwendet wird es auch als Zusatz in Cremes und Salben mit CBD. Ebenso enthalten ist in Cannabidiol auch ein sehr geringer Anteil an THC (Tetrahydrocannabinol). Der THC Gehalt in diesen Produkten ist allerdings sehr gering und liegt meist bei lediglich 0,1% bis 0,2%. In Deutschland ist der Kauf und der Besitz von CBD-Produkten mit einem THC-Anteil von unter 0,2% völlig legal. Sollte nämlich mehr drin sein, kommt es gar nicht erst auf den Markt.

In welchen Produkten wird CBD verwendet?

Formen der Einnahme

CBD Produkt

Rauchen

CBD Liquids

Sublinguale Einnahme

CBD Öl, CBD Tropfen, CBD Öl Spray, CBD Globuli, CBD Paste

Schlucken

CBD Kapseln, CBD Tabletten

Verdampfung

CBD E-Liquid, CBD Kristalle

Verzehr

Hanfgebäck, CBD Süßigkeiten, Hanfschokolade, CBD Blüten, andere CBD Lebensmittel

Kauen

CBD Kaugummi

Lutschen

CBD Bonbons

Trinken

CBD Kaffee, CBD Hanftee, CBD Limonade

Auftragung auf die Haut zwecks Pflege

CBD Creme, CBD Salbe

Als Körperpflege verwenden

CBD Badezusätze, CBD Seife (Hanfmilchseife), CBD Zahnpasta, CBD Lippenbalsam, CBD Badeöl, Hanf-Körpermilch, CBD Massageöl

Schminken

CBD Kosmetik

Rektale oder vaginale Einführung

CBD Zäpfchen

 

CBD Öle sind am beliebtesten, denn diese gibt es in unterschiedlichen Konzentrationen und man kann die Einnahme ideal abschätzen. Der CBD Gehalt variiert zwischen 5%, 10%, 15% und auch 25%. Hergestellt werden kann CBD Öl über drei verschiedene Extrahierungsverfahren und zwar über eine Öl-Extrahierung, eine Alkohol-Extrahierung und eine CO2-Extrahierung. CBD Kapseln und Tabletten gibt es ebenfalls in verschiedenen Konzentrationen und zwar im Bereich von 4% oder auch 10%. Da es sehr viele Hersteller von CBD-Produkten gibt, sind die hier angegebenen Werte als Beispiel-Richtwerte anzusehen.

Für die Herstellung von CBD- bzw. Hanfkosmetik wie der CBD Seife oder CBD Badezusätzen und den vielen weiteren Produkten, werden neben Cannabidiol nur natürliche (keine chemischen) Zusätze verwendet.

Was bedeutet der CBD Gehalt?

Cannabidiol gibt es also in verschiedenen Konzentrationen zu kaufen. Doch was bedeutet der Gehalt denn nun genau? Die Bandbreite der verschiedenen CBD-Konzentrationen ist recht groß. Der CBD Gehalt hängt unter anderem von der verwendeten Hanfsorte ab. Bei 2% bis 3% handelt es sich noch um eine recht niedrige Konzentration. Ehrlich gesagt: Beim Menschen bewirkt diese Konzentrationshöhe an CBD kaum eine Wirkung. Aus diesem Grund wird für eine Behandlung zum Beispiel im Rahmen der Schmerztherapie mindestens 5%-iges CBD verwendet.

Deutlich höher konzentriert sind Produkte mit einer CBD Konzentration von 10%. Diese zeigen eine gute Wirkung bei Krämpfen und Schmerzen auf. Präparate mit diesem CBD-Gehalt sollten unter ärztlicher Aufsicht genutzt werden, auch wenn es im Grunde nicht gefährlich ist. Vielmehr geht es hier um die Erforschung und Überwachung/Dokumentation der positiven Entwicklung eines etwaigen Krankheitsverlauf. Dies gilt auch für Präparate mit einem CBD Gehalt von 15% bis 25%. Bei diesen CBD Produkten muss die Dosierung genau beachtet werden, die vom behandelnden Arzt vorgegeben wurde. Ab einem CBD Gehalt von 20% gelten CBD Produkte als hochkonzentriert. Präparate mit einem CBD Gehalt von 30% sind übrigens ebenfalls erhältlich.

Die meisten Hanfsorten haben einen relativ niedrigen CBD Gehalt. Baut der Züchter Hanf für die medizinische Nutzung an, setzt dieser auf sogenannte High-CBD-Strains (also Sorten, mit einem recht hohen CBD-Anteil). Diese Hanfsorten haben einen soliden CBD- und einen niedrigen THC-Gehalt. Sie warten mit genau dem medizinischen Potenzial auf, der erwartet wird. Das aus diesen Hanfsorten gewonnene Cannabidiol ist ideal für die Behandlung von vielen verschiedenen Beschwerden, wie zum Beispiel Muskelspasmen oder auch von schweren Schlafstörungen.